Fahnenhissung zum Internationalen Frauentag 2026
Organisiert vom FrauenNetzwerk Region Freudenstadt e.V. und assistiert von Sandra Seeger, der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, wurde die lila Fahne der Frauensolidarität im Vorfeld des Internationalen Frauentags am Sonntag, 8. März 2026 am Stadthaus gehisst. Dorothea Sanwald von der Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald, angesiedelt bei der IHK Nordschwarzwald, hielt eine kleine Ansprache, in der sie die Bedeutung des Weltfrauentags betonte. In ihm geht es um Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und die Kraft, die entsteht, wenn Frauen sich gegenseitig unterstützen. So steht die Fahne für Solidarität, für Zusammenhalt und für die Erinnerung daran, dass Gleichstellung kein Selbstläufer ist und jede Frau ihren eigenen Weg gehen kann und darf. Sie forderte alle Frauen auf, den Internationalen Frauentag dazu zu nutzen, um sich gegenseitig zu bestärken, um sichtbar zu machen, was Frauen leisten und um weiterhin mutig für gleiche Chancen einzutreten. Die Teilnehmerinnen eines Frauenfrühstücks der Kontaktstelle im Café Pause nutzen die Gelegenheit, um mit dem FrauenNetzwerk dieses Zeichen zu setzen.
Bildunterschrift: Das FrauenNetzwerk Region Freudenstadt freute sich über das Grußwort zum Internationalen Frauentag von Dorothea Sanwald von der Kontaktstelle Frau und Beruf (rechts hinten neben der Fahne), unterstützt von Sandra Seeger (links neben der Fahne) sowie die Gelegenheit, deren neue Leiterin Johanna Jüngling (dritte von links) bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.
Foto: FrauenNetzwerk Region Freudenstadt e.V.
„Wir haben die Erfahrung, KI hat die Daten“ mit KI-Managerin Melanie Heinzelmann
Eine Veranstaltung des FrauenNetzwerkes beleuchtet Chancen, Risiken und die Zukunft der Künstlichen Intelligenz
Freudenstadt: Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen und verändert die Arbeitswelt spürbar. Unter dem Titel „Wir haben die Erfahrung, KI hat die Daten“ lud das FrauenNetzwerk zu einer Veranstaltung ein, die Information, praktische Übungen und kritische Diskussionen miteinander verband. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Mensch und KI sinnvoll zusammenarbeiten können und wo Chancen, aber auch Grenzen liegen.
Zu Beginn erhielten die Teilnehmerinnen einen Einblick in die verschiedenen Formen der Künstlichen Intelligenz. Dabei wurde deutlich, dass es Systeme gibt, die auf Eingaben reagieren, aus Daten lernen oder – wie die derzeit stark verbreitete generative KI – selbstständig Texte und andere Inhalte erstellen. Gleichzeitig wurde betont, dass KI zwar schnell arbeitet, aber auch überzeugend falsche Ergebnisse liefern kann. Diese Einschätzung führte bereits zu ersten kritischen Wortmeldungen aus dem Publikum.
Im weiteren Verlauf wurde KI als Werkzeugkasten beschrieben. Besonders wichtig sei dabei das richtige Prompten, also das präzise Formulieren von Anfragen. In einer praktischen Übung konnten die Teilnehmerinnen selbst ausprobieren, wie stark sich die Qualität der Ergebnisse dadurch verändert. Viele stellten fest, dass KI hilfreiche Impulse geben kann, die Verantwortung für die Inhalte jedoch beim Menschen bleibt. Die Übungsphasen wurden immer wieder von lebhaften Diskussionen begleitet.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Verantwortung und Sicherheit. Es wurde deutlich, dass KI-generierte Texte stets überprüft werden müssen. Auch der hohe Energieverbrauch und damit verbundene Umweltbelastungen wurden angesprochen. Diskutiert wurde zudem die sogenannte „Bias-Brille“, also die Tatsache, dass KI Vorurteile aus ihren Trainingsdaten übernehmen kann und deshalb nicht neutral ist.
Zum Abschluss ging es um die Zukunft der KI. Neue Berufsfelder entstehen, gleichzeitig bleiben klare Grenzen. KI kann keine eigenen Erfahrungen machen und kein menschliches Urteilsvermögen ersetzen. Genau darin liegt ihre Rolle: als Unterstützung, nicht als Ersatz.
Der Satz „Wir haben die Erfahrung, KI hat die Daten“ brachte die zentrale Erkenntnis auf den Punkt. Die Veranstaltung zeigte, dass KI ein mächtiges Werkzeug ist – und dass es entscheidend ist, es kritisch, verantwortungsvoll und bewusst zu nutzen.
- Der Bericht wurde mit KI erstellt -Formularbeginn
Formularende
Podiumsdiskussion zur Landtagswahl am 08.03.2026:
In der Podiumsrunde „Wählen.Wen?Warum?“ im Kepler-Gymnasium in Freudenstadt standen die Kandidatinnen und Kandidaten für die Landtagswahl am 8. März 2026 den Moderatorinnen Annette Rieger und Laura Korn aus der Oberstufe des KG Rede und Antwort. Eingeladen waren Katrin Schindele (MdL) von der CDU, Bettina Ahrens-Diez von der SPD, Daniel Belling von den Grünen/90, Veit Grünberg von der FDP, Yannic Walheim von den Linken, Andreas Grammel von der AfD und Sabine Frank vom Bündnis Sahra Wagenknecht. In der zweistündigen Veranstaltung äußerten sich die sieben Kandidatinnen und Kandidaten zu der politischen Repräsentanz und der Teilhabe von Frauen, zum Schutz vor Gewalt von Frauen, Wirtschaft, Bildung und Erziehung.
Mit rund 350 Zuhörerinnen und Zuhörern war die Aula gut besetzt. Die Veranstalterinnen FrauenNetzwerk Region Freudenstadt e.V., Frauen in den Kreistag e.V. und FrauenHilfe Freudenstadt e.V. freuen sich über das rege Interesse und hoffen, dass sie mit diesem Format die einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten den Wählerinnen und Wählern besser vorgestellt und die Wahlentscheidung erleichtert haben.
Bildunterschrift: Die Kandidatinnen und Kandidaten der Podiumsrunde zusammen mit den Moderatorinnen: Katrin Schindele, Veit Grünberg, Bettina Ahrens-Diez, Yannic Walheim, Annette Rieger, Laura Korn, Daniel Belling, Sabine Frank, Andreas Grammel (v. links).
Foto: Frauen in den Kreistag
Landtagskandidatin der SPD stellt sich Frauenvereinen vor
Bettina Ahrens-Diez, die Kandidatin der SPD für den Wahlkreis Freudenstadt zur Landtagswahl 2025, traf sich mit den Vorstandsfrauen und Mitgliedern der Freudenstädter Frauenvereine FrauenHilfe, Frauen in den Kreistag und FrauenNetzwerk zu einem Gespräch. Begleitet von Melanie Nagel und Saskia Esken stellt sich die promovierte Politologin und Stadträtin in Rottenburg den Fragen der Frauen. Die angesprochenen Themen wie Probleme beim Breitbandausbau, die Umsetzung der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen, den neuen Hebammenvertrag, Kinderbetreuung und Bildungs-, Wohn- und Arbeitspolitik sowie Bürokratieabbau nahm Ahrens-Diez zum Anlass, das Wahlprogramm der SPD vorzustellen. So sieht sie zum Beispiel das jetzige Bildungssystem in Baden-Württemberg als zu feingliedrig und ist für eine beitragsfreie Kinderbetreuung. Ihrer Aussage nach sind aktuell 41% der erwerbsfähigen Frauen berufstätig, folglich würden mehr Frauen in die Erwerbstätigkeit gehen, wenn sie ihre Kinder kostenlos betreuen lassen könnten. Zu den angesprochenen Schutzräumen für Frauen, die Gewalt von Männern erleben, hat die SPD die klare Haltung, dass sie flächendeckend notwendig sind. Auf die Frage nach der Förderung der Frauenhäuser und welche Möglichkeiten es gebe, im Landtag Einfluss darauf zu nehmen, verwies sie auf Anträge der SPD-Fraktion dazu, die aber keine Mehrheit gefunden hätten. „Unsere Haltung ist klar. Ergebnisse in dieser Richtung hängen aber von der Wahl am 8. März 2026 ab, wir brauchen eine Mehrheit dafür“, sagt Ahrens-Diez. Ebenso hat das Thema Wohnraum einen hohen Stellenwert für sie. Es müsse stärker in geförderten Wohnungsbau investiert werden, um die hohen Mieten zu senken. Laut ihr kann man es sich nicht aussuchen „nicht zu wohnen – das ist Menschenrecht“. Überhaupt sei dieser Wahltermin ein Aufruf an alle Frauen, wählen zu gehen und auch Frauen zu wählen, wird doch am 8. März der internationale Frauentag begangen. Ihrer Meinung nach ist Vernetzung unglaublich wichtig, wie sie bei ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit in Rottenburg sehe. Studien zeigten klar, dass die Ergebnisse besser werden, wen Teams vielfältig sind und auch Frauen in (politischen) Gremien vertreten sind.
http://www.bettina-ahrens-diez.de/
Netzwerkerinnen stellen ihre Lieblingsbücher vorRund um die Lektüre spannender Romane und Sachbücher ging es im Frauencafé im Café Pause. Geschichten von genialen Freundinnen über Lektionen für das 21. Jahrhundert und Markennamenerkundung bis zu Liebesgeschichten in den Wirren der indischen Geschichte hatten die Netzwerkerinnen zur Vorstellung mitgebracht - ein inspirierender Abend in angenehmer Atmosphäre, mit vielen Anregungen für einen gemütliche Lesestunden in der dunklen Jahreszeit. Bei Plätzchen und Glühwein genossen die Frauen die Gespräche rund um Literatur. Die Bücherliste ist einsehbar unter www.frauennetzwerk-freudenstadt.de
Foto: FrauenNetzwerk Region Freudenstadt e.V.
Bei Kerzenschein und Glühwein führten die Netzwerkerinnen anregende Gespräche über die vorgestellten Bücher.
Toll, was unsere Mitgliedsfrauen aus ihren Bücherschränken ins Frauencafé mitgebracht haben! Wir hatten einen wirklich interessanten und literarisch vielseitigen Abend.
Lieblingsbücher im Frauencafé
Karin stellt vor:
Elena Ferrante: „Meine geniale Freundin“, aus dem
Italienischen von Karin Krieger, 2021, Suhrkamp.
Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs
Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen. Schauplatz: Neapel in den 50ger-Jahren
bis heute. (Suhrkamp)
Yuval Noah Harari: „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“,
aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn, 2024, C.H.Beck.
Harari schaut auf das Hier und Jetzt und stellt die drängenden Fragen unserer Zeit. Warum ist die liberale Demokratie in der Krise? Ist Gott zurück? Soll Europa offen bleiben für Zuwanderer? Kann
der Nationalismus eine Antwort geben auf Klimawandel und soziale Ungleichheit? Was sollen wir unseren Kindern beibringen? Und können wir die Welt überhaupt noch verstehen, die wir erschaffen
haben? (C.H.Beck-Verlag)
Ursula Wolf stellt vor:
Bonnie Garmus: „Eine Frage der Chemie“, aus dem
Amerikanischen von Klaus Timmermann und Ulrike Wasel, 2022, Piper.
In der Geschichte dreht es sich um die hochbegabte Chemikerin Elizabeth Zott und ihre Schwierigkeiten, in den 1950er Jahren in Kalifornien beruflich in der chemischen Forschung Fuß zu
fassen. Das gestaltet sich aufgrund der damaligen frauenfeindlichen Situation als schwierig. (Wikipedia)
Susanne Abel: „Stay away from Gretchen”, Deutschland 2021,
dtv
Die Erzählung thematisiert auf zwei Zeitebenen die Geschichte Gretas, die als Flüchtling nach Heidelberg zog, gemeinsam mit einem afroamerikanischen Soldaten ein Kind bekam und die im
hohen Alter an der Alzheimer-Krankheit leidet. (Wikipedia)
Gerda stellt vor:
Anna Brüggemann: "Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen“, Deutschland 2024, Ullstein.
Die Träume und Lebensperspektiven einer Mutter übertragen auf ihre Töchter und was diese daraus machen.
Stephan Schäfer: „25 letzte Sommer“, Deutschland 2024,
Ullstein.
Eine warme, tiefe Erzählung, die uns in unserer Sehnsucht nach einem Leben in Gleichgewicht abholt, uns mitnimmt zu Karl und seinem Hof, zum See und auf den Kartoffelacker – zu einer Geschichte
über Freundschaft, über das Zu-viel und Zu-wenig im Leben. Und über die Fragen, auf die wir alle so gerne Antworten finden wollen. (Ullstein-Verlag)
Melanie stellt vor:
Felicitas von Aretin: „Ungewöhnliche Unternehmerinnen und das Geheimnis ihres Erfolgs“, Deutschland 2021, Suhrkamp.
Felicitas von Aretin porträtiert historische Grandes Dames der Geschäftswelt ebenso wie innovative Gründerinnen von heute. Trotz großer Hürden wählten Frauen vor allem den männerdominierten
Genussbereich. Frauen erkämpfen sich hier erst in den vergangenen Jahrzehnten einen Platz – und setzen sich vor allem für Nachhaltigkeit, gute Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter:innen und
Frauenförderung ein. (Suhrkamp)
Bernd M. Samland: „Warum heißt die Marke so?“, Deutschland
2024, Heel-Verlag.
Kuriose Fakten, spannende Geschichten und interessante Hintergründe zu 100 bekannten Markennamen – Bernd Samland, selbst Entwickler zahlreicher Markennamen, lüftet die Geheimnisse hinter den
großen Brands. Erfahre, wie Fanta, Amazon, Nutella und andere Big Player zu ihren heute so unverwechselbaren Markennamen kamen. (Heel-Verlag)
Tanja stellt vor:
Rodica Doehnert: „Das Sacher – die Geschichte einer Verführung“, Deutschland 2016, Europa Verlag.
Nach „Das Adlon – Eine Familiensaga“ werden erneut die Räume eines legendären Hotels zum Schauplatz eines bewegenden Figurenreigens. Der Roman von Rodica Doehnert, den sie auf der Grundlage ihres
eigenen mitreißenden Drehbuchs für den großen TV-Zweiteiler für die Constantin Filmschrieb, folgt seinen Figuren durch den Niedergang der europäischen Monarchie in all die Widersprüche des 20.
Jahrhunderts. (Amazon.de)
Moni stellt vor:
Leonie Schöller: „Beklaute Frauen“, Deutschland 2024, Penguin
Verlag.
Muse, Sekretärin, Ehefrau – es gibt viele Bezeichnungen für Frauen, deren Einfluss aus der Geschichte radiert wurde. Für deren Leistungen Männer die Auszeichnungen und den Beifall bekamen:
Wissenschaftlerinnen, deren Errungenschaften, im Gegensatz zu denen ihrer männlichen Kollegen, nicht anerkannt wurden. Autorinnen, die sich hinter männlichen Pseudonymen versteckten. Oder
Künstlerinnen, die im Schatten ihrer Ehemänner in Vergessenheit geraten sind. (Penguin Verlag)
M. M. Kaye: „Palast der Winde“, England 1978, aus dem
Englischen von Emil Bastuk, Weltbild.
Indien, Ende des 19. Jahrhunderts. Der junge Engländer Ashton Pelham-Martyn wächst im Norden Indiens unter dem Namen Ashok wie ein Hindu auf. Auch später als Offizier
der britischen Armee in Indien verliert er nie die Verbundenheit zu dem Land seiner Kindheit, obwohl er der britischen Kolonialmacht treu ergeben ist. Seine große Liebe findet
er schließlich in der indischen Prinzessin Anjuli-Bai, die bereits dem Rana von Bhithor versprochen ist. (Wikipedia)
Beate stellt vor:
Sebastian Fitzek: „Horror-Date“, Deutschland 2025, Droemer
Knaur.
Kein Thriller (Obwohl man beim Dating auf viele Psychos trifft). Denk an das schlimmste Date deines Lebens - und du bist noch nicht einmal nahe dran!
Idlefonso Falcones: „Die Kathedrale des Meeres“, 2018, aus
dem Spanischen von Lisa Grüneisen, Penguin Verlag.
Spanien im 14. Jahrhundert: Die Landbevölkerung stöhnt unter dem Joch der Feudalherren. Barcelona jedoch ist frei. Und Barcelona ist reich. Hier macht der junge Arnau seinen Weg vom mittellosen
Steinträger zu einem der angesehensten Bürger der Stadt. Er ist Teil eines unerhörten Plans: die Errichtung einer Kathedrale, die den Himmel stürmen soll. (Penguin Verlag)
„Fit und glücklich durch Tanzen“ – der Tanzsport-Club Freudenstadt
Das FrauenNetzwerk Region Freudenstadt e.V. begrüßte bei seinem monatlichen Frauencafé Petra Bohe vom Tanzsport-Club Freudenstadt. Die passionierte Hobbytänzerin ist seit einem Jahr die zweite Vorsitzende des TSC. Sie berichtete den Besucherinnen von den Anfängen des Vereins, der 1979 im ehemaligen Hotel Rappen von 38 Tanzbegeisterten in Freudenstadt gegründet wurde und heute 75 Mitglieder hat. Verschiedene Trainerinnen und Trainer unterrichteten die Mitglieder in Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen an verschiedenen Orten. Seit einigen Jahren kommt ein ADTV-Tanzlehrerehepaar aus Pforzheim sonntags für den Unterricht ins Bürgerhaus nach Musbach. Dort findet sich für die Tanzwilligen in vier Leistungsgruppen aus ihrem sehr breit aufgestelltem Repertoire für jeden etwas, und beim Line-Dance kann man auch ohne Partner/in tanzen. Der TSC lädt Interessierte zu Schnupperstunden ein und bietet, im Gegensatz zu Tanzschulen, eine individuelle Zusammensetzung der Gruppen, in denen nicht jedesmal neue Schritte vorgestellt werden. Das erleichtert den Einstieg nach einer Pause wie Urlaub oder Krankheit. Zur Zeit gibt es jeden Mittwoch kostenlose Übungsabende für Mitglieder in der Alten Turn-und Festhalle, die sehr gut angenommen werden. Laut Petra Bohe ist tanzen auch gut für den Kopf und macht fit und glücklich. Die großen Bälle wie Frühlings- oder Nikolausball mit Meisterpaaren kann sich der Verein aufgrund der inzwischen zu hohen Miete im Kurhaus Freudenstadt und die hohen Gema-Gebühren nicht mehr leisten. Um trotzdem ein attraktives Angebot zu machen, gab es in diesem Jahr einen Tanz in den 1. Mai in der alten Turn- und Festhalle in Freudenstadt und in der Planung ist einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt mit einer Verlosung von Tanzstunden.. Damit sich die anwesenden Frauen etwas unter dem Angebot des Line-Dance vorstellen können, leitete Petra Bohe sie zu einem kurzen Tänzchen an, der allen sehr viel Spaß machte. Weitere Informationen zum TSC gibt es unter www.tsc-freudenstadt.de
Das nächste Frauencafé findet am 26. Juni am Backhäusle im Tal X mit einem tagesaktuellen Thema mit Tanja Wetzel statt.
Jahreshauptversammlung:
Preisgekröntes im FrauencaféEinzigartige Schmuckunikate zeigte Goldschmiedemeisterin Christine Faulhaber aus Wittendorf im Frauencafé. Beruflich begonnen hatte sie mit einem Lehramtsstudium. Da zu der Zeit des Abschlusses gerade keine Lehrkräfte eingestellt wurden, war die Überlegung „in welchem Beruf kann ich kreativ und handwerklich arbeiten“. So begann Christine Faulhaber eine Goldschmiedelehre in Pforzheim. Nach der Elternzeit machte sie sich selbständig. Sie hat drei Standbeine: Für einen Juwelier führt sie Reparaturen aus, einige Juweliere kaufen von ihr gefertigte Schmuckstücke und als die Krönung ihres Handwerks entwirft sie außergewöhnliche Kreationen. Während der Corona-Zeit wurde sie auf die Ausschreibung der Milano Jewelry Week aufmerksam. Hier wurden Kreative aufgefordert, Arbeiten einzureichen. Sie kam in den Auswahlprozess, an dessen Ende sie eine Einladung zur Ausstellung eines besonderen Exponates bekam. Diese schöne Arbeit, mit der sie den "Artistar Jewels - Best in Technique“ Award 2022 gewann, zeigte sie im Frauencafé. Es lagen wertvolle Schmuckstücke auf dem Tisch und wurden bestaunt. Besonders reizt es die Goldschmiedin, phantasievoll geschliffene Edelsteine mit den passenden Fassungen in Szene zu setzen. Durch den Preis haben sich neue Wege eröffnet. Beim letzten Event betrachtete die Chefeinkäuferin der Galerie Lafayette ihre Exponate. Christine Faulhaber erklärte den Besucherinnen des Frauencafés verschiedene Techniken, ein Schmuckstück herzustellen und stellte sich den Fragen. Das nächste Frauencafé findet am 25. Juli 2024 um 19 Uhr im Café Pause in Freudenstadt statt. Vesna Bohnet-Sutterer, Vermögensberaterin aus Freudenstadt, sagt, was Frauen über Finanzen wissen sollten. Interessierte Frauen und Gäste sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
Bildunterschrift: Christine Faulhaber zeigt im Frauencafé ihre Schmuckkreationen, über die sich auch die beiden Vorsitzenden Beate Gernsheimer und Tanja Wetzel des FrauenNetzwerks freuen (von links).
Fotograf: FrauenNetzwerk Region Freudenstadt e.V.
Informationsaustausch zwischen Vivien Costanzo, Saskia Esken und dem FrauenNetzwerk Region Freudenstadt e.V.
Ihre Vision von Europa erklärte Vivien Costanzo, die SPD-Kandidatin der Region für die Europawahl, den Vertreterinnen des FrauenNetzwerks Region Freudenstadt, Beate Gernsheimer und Monika Stelzer-Podschwadt. Bei einem Treffen in Freudenstadt sprach die Kandidatin zusammen mit Saskia Esken, SPD-Bundesvorsitzende, über ihre Vorstellung von Europa. Wichtig dabei sind ihr vor allem die Vernetzung von jungen Menschen in ganz Europa, die wie sie an eine geeinte und starke EU glauben und dafür ihre Kräfte einsetzen. Vivien Costanzo hat die italienische und deutsche Staatsangehörigkeit und studierte Wirtschafts- und Sozialrecht. Für sie hat die EU den Frieden und Wohlstand in Europa erst möglich gemacht. Ihr Europa ist wirtschaftlich und sozial stark. Die Herausforderung der heutigen Zeit sind nur zu meistern, wenn alle zusammenhalten, vorangehen und sich nicht auseinandertreiben lassen. Europa und der Austausch mit anderen Europäern ist für Vivien Costanzo eine Herzensangelegenheit. Sie hofft, dass sie bei der Europawahl am 9. Juni 2024 von den Wählern die Gelegenheit bekommt, sich künftig für ihre Visionen im Europaparlament einzusetzen.
„Versuch dich einfach zusammenzureißen …“ – Depression kann jeden treffen
In der monatlichen Veranstaltung des FrauenNetzwerks Region Freudenstadt, dem Frauencafé, brachte die Referentin Kathleen Kunze aus Seewald den Besucherinnen das schwierige Thema Depressionen näher. Als systemische Beraterin ist es ihr sehr wichtig, Aufklärung über die mit vielen Vorurteilen behaftete Krankheit in die Öffentlichkeit zu tragen. Gegenwärtig sind 5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland davon betroffen, das entspricht rund vier Millionen Menschen. Alle Altersgruppen sind davon betroffen, Frauen doppelt so häufig wie Männer. Sie suchen aber öfter Hilfe, wobei die Psychotherapie laut Kathleen Kunze eine große Verantwortung trägt, indem sie zugleich wissenschaftlich und mit Emotionen arbeitet. Anzeichen für eine Depression sind u.a.
Gewichtsabnahme, Kraftlosig-, Interesse- und Wertlosigkeit oder sozialer Rückzug. Bevor eine Behandlung beginnen kann, sollte der Hausarzt abklären, ob andere Ursachen werden können, wie z.B. eine Schilddrüsenerkrankung oder Hormonschwankungen. Ist eine Depression festgestellt, wird ein Arzt Antidepressiva verschreiben, die entgegen der landläufigen Meinung nicht abhängig machen und mindestens ein halbes Jahr genommen werden müssen, bis eine Besserung eintritt. Da eine Depression immer wieder kommen kann, ist eine gute Information über die ersten Anzeichen essenziell, um schnell reagieren zu können. Einen speziellen Fokus legte Kathleen Kunze auf die oft mit einer Depression einhergehenden Suizidgedanken, und wie Angehörige oder BetreuerInnen damit umgehen sollten. Als selbst von Depressionen Betroffene weiß sie, dass Vorhaltungen der den Erkrankten umgebenden Personen nichts bewirken. Beruhigende Versicherungen, dass sie oder er kein Einzelfall ist, sind dagegen angstreduzierend. Die anschließende Gesprächsrunde bot Gelegenheit zum Austausch, und die die Gäste des Frauencafés berichteten über eigene Erfahrungen und solchen im Familien- oder Freundeskreis. Bei der Frage nach Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen oder im Kreis verwies Kathleen Kunze an das Kreiskrankenhaus Freudenstadt. Ein kleines Buffet rundete den informativen Abend ab.
Bildunterschrift: Kathleen Kunze (rechts), systemische Beraterin aus Seewald, informiert die Besucherinnen des Frauencafés und seine Vorstandsfrauen Brigitte Ohagen und Monika Stelzer-Podschwadt (von links) über das Krankheitsbild der Depressionen.
Auf dem Kunstweg in Grüntal
Zusammen mit Karin Hirschle und Gloria Keller begaben sich die Besucherinnen des Frauencafés on Tour auf den Kunstweg in Grüntal. In die landschaftlich reizvolle Gegend zwischen Grüntal und Frutenhof haben die beiden Künstlerinnen vor drei Jahren während der Corona-Pandemie an mehr als 40 Orten Kunstwerke von sich, Jürgen Keller und Hans-Hellmut Treeck aufgestellt. Anfangs ein nicht einfaches Unterfangen, galt es doch, die zuständigen Behörden von dem Vorhaben zu überzeugen, aber schließlich konnten sie sich die Unterstützung der Stadt Freudenstadt und der Freudenstadt-Touristik sichern. So stehen nun an dem rund vier Kilometer langen Rundweg ganz unterschiedliche künstlerische Interpretationen aktueller Situationen, Lebensformen und Auseinandersetzung mit der Natur, die die SpaziergängerInnen zur Betrachtung und Deutung einladen. Die QR-Codes an den Stationen mussten nicht benutzt werden, denn Karin Hirschle und Gloria Keller erklärten die meisten Installationen und forderten die Besucherinnen dazu auf, sich selbst Gedanken zu machen. Sind blau-gelbe Arme und Hände, die sich aus dem Gras strecken, nun unterirdisch Tanzende oder untergehende Hilfesuchende aus der Ukraine? Und was bedeutet die Banane auf einer der Handflächen? Ist der Wolf im Schatten des Unterholzes real oder doch nur Illusion? Und wieso steht ein Leiterwagen mit Bettzeug und Nachthemd auf einer Wiese? Die Frauen genossen den Spaziergang in der Abenddämmerung, der so manches Kunstwerk mystisch verzauberte. Anschließend bot eine Führung durch das Atelier Hirschle und Keller in der Forchenkopfstraße den Netzwerkerinnen bei einer kleinen Stärkung einen spannenden Einblick in das gesamte Werk der beiden in Ausstellungen prämierten Künstlerinnen. Der Kunstweg ist nicht nur ein Erlebnis für Erwachsenen, auch Kinder können sich in einer Art Rallye mit den Exponaten beschäftigen. Die Blätter dazu gibt es am Eingang des Ateliers, das jederzeit nach telefonischer Anmeldung oder bei Anwesenheit von Hirschle und Keller besucht werden kann www.kunstweg-gruental.de
Bildunterschrift: Die Netzwerkerinnen genießen die Kunst-Atmosphäre im Atelier von Karin Hirschle und Gloria Keller (dritte und vierte von links) in Freudenstadt-Grüntal.
Foto: FrauenNetzwerk Region Freudenstadt e.V.
Vorsorgen durch Vollmacht oder Betreuung im Frauencafé
Freudenstadt – Wer soll mich betreuen oder vertreten, wenn ich alt oder krank bin? Diese und andere Fragen beantworteten Michaela Mast und Theresa Saile vom DRK Betreuungsverein Freudenstadt im Frauencafé im Café Pause. Wer eine rechtzeitige, gute Vorsorge für Alter oder Krankheit treffen möchte, sollte sich auskennen mit den Unterschieden zwischen Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht und der neuen Ehegattennotvertretung, die seit 2023 für ein halbes Jahr gültig ist. Weitreichende Entscheidungen können so schon frühzeitig geregelt werden, für den Fall, dass sie oder er nicht mehr in der Lage sind, selbst zu entscheiden. Seit 1992 ist die Vormundschaft abgeschafft und dafür die rechtliche Betreuung getreten. Die Angst, dass ein rechtlicher Betreuer sich am persönlichen Eigentum bereichert, ist laut Michaela Mast völlig unbegründet. Das Amtsgericht bestellt den oder die Betreuer/in, diese werden vorher geprüft und müssen auch in der Sache fit sein, legen dem Gericht einen jährlichen Bericht über die finanziellen Transaktionen und persönlichen Verhältnisse vor und unterstützen die Person in allen rechtlichen, vom Betreuungsgericht festgelegten Angelegenheiten. Frau Mast und Frau Saile wiesen darauf hin, dass eine Vollmacht, die innerhalb der Familie oder des Verwandtenkreises erteilt wird, ein großes Vertrauensverhältnis voraussetzt, denn es wird Macht abgegeben und Missbrauch ist jederzeit möglich. Hier können ebenfalls die Bereiche, für die die Vollmacht gelten soll, festgelegt werden, sei es für Verträge, Operationen, Bankgeschäfte und vieles mehr. Die einzelnen Formulare, die auch auf den Seiten des Bundesjustizministeriums www.bmj.de heruntergeladen werden können, hatten die beiden gleich für die Gäste des Frauencafés mitgebracht. Im ca. 120.000 Einwohner großen Landkreis Freudenstadt werden rund 1.500 Menschen rechtlich betreut. Für 45% der Betreuungen gibt es ehrenamtliche Betreuer. Die meisten davon sind Familienangehörige. Der Betreuungsverein des DRK mit seinen sieben hauptamtlichen Betreuerinnen kümmert sich um über 170 Fälle und berät und begleitet Ehrenamtliche bei ihrer Tätigkeit und freut sich über weitere ehrenamtliche Betreuer www.drk-kv-fds.de
Das nächste Frauencafé geht am Donnerstag, 31. August 2023 auf Tour und besucht den Kunstweg in Grüntal und die Künstlerin Karin Hirschle dort in ihrem Atelier. Mitfahrgelegenheit von Freudenstadt ab 18 Uhr, Treffpunkt Café Pause (mit vorheriger Anmeldung unter 07441/85606). Treffpunkt um 18.30 Uhr am Parkplatz Bürgerhaus Grüntal, Haldenstraße 1, 72250 Freudenstadt-Grüntal
Bildunterschrift: Theresa Saile (Mitte vorne) und Michaela Mast (Mitte hinten) informieren die Vorstandsfrauen (von links) Beate Gernsheimer, Tanja Wetzel, Brigitte Ohagen und Monika Stelzer-Podschwadt sowie die anderen Gäste des Frauencafés über das Vorsorgen durch Vollmacht oder Betreuung.
Foto: FrauenNetzwerk Region Freudenstadt e.V.
Frauencafé im März 2023
„Sie sprechen aber gut deutsch!“, „Mädchen können kein Mathe“ oder „Wenn Männer weinen, sind sie
eine Pussy“. Mit Aussagen wie diesen und ähnlichen führte Brigitte Ohagen vom IB Freudenstadt die Besucherinnen des Frauencafés an das Projekt „Beratungssatellit für Antidiskriminierung“
des IB heran. Als Projekt auf drei Jahre gefördert, bietet Brigitte Ohagen als Beratungssatellit ein offenes Ohr sowie Unterstützung bei Handlungsstrategien und Hilfe bei der
Suche nach den richtigen Ansprechpartnern für die jeweilige Antidiskriminierung, sei es die aus Gründen der ethnischen Herkunft oder rassistischen Gründen, des Geschlechts, der Religion oder
Weltanschauung, Behinderung, Alter und nicht zuletzt der sexuellen Identität. Da es unterschiedliche Formen von Diskriminierung gibt und sie nicht immer offensichtlich sind, übernimmt diese
Anlaufstelle beim IB in Freudenstadt eine wichtige Funktion, um die rechtlichen Voraussetzungen der Gleichbehandlung eines jeden Individuums durchzusetzen.
Im Laufe des Abends konnte jede Besucherin aus persönlicher Erfahrung etwas zu dem Thema beitragen. Heiße Diskussionen, auch zur Frauenquote, die als positive Diskriminierung gesehen wird, und zu rassistischer Sprache führten zu der Erkenntnis bei den Frauen, dass Haltung zeigen und sich nicht alles gefallen zu lassen, geeignete Mittel sind, sich zu wehren. Auch im persönlichen Umfeld kann man etwas gegen Diskriminierung tun, wenn man weiß, dass die eigenen Gedanken falsch sind.
Das Land Baden-Württemberg fördert das Projekt noch bis Ende 2023. Brigitte Ohagen hofft, dass eine Beratungsstelle daraus wird. Auch der Bund hat eine Beratungsstelle eingerichtet, an die man sich wenden kann. In den vergangenen zwei Monaten wurden dort bereits 300 bis 400 Fälle registriert. Wer sich diskriminiert fühlt und Informationen zu der Beratung zum Thema Antidiskriminierung benötigt, kann sich an Brigitte Ohagen wenden [email protected]
Das nächste Frauencafé findet am 27. April 2023 im Café Pause in Freudenstadt statt. Anschließend an die Mitgliederversammlung stellt Barbara Fischer die Arbeit einer Imkerin vor. Gäste sind zu beiden Punkten herzlich willkommen www.frauennetzwerk-freudenstadt.de
Bildunterschrift: Die Vorstandsfrauen des FrauenNetzwerks Region Freudenstadt e.V. freuen sich, dass Brigitte Ohagen den Beratungssatelliten für Antidiskriminierung beim Frauencafé im Café Pause vorstellt. Von links: Tanja Wetzel, Brigitte Ohagen, Beate Gernsheimer, Monika Stelzer-Podschwadt
Foto: FrauenNetzwerk
