Lieblingsbücher im Frauencafé vom 30.August 2018

Gerda stellt vor:

 

Ludmila Ulitzkaja: "Reise in den siebenten Himmel“, 2003 deutsche Übersetzung im Goldmann-Verlag erschienen. Die intellektuelle Auseinandersetzung eines Arztes und einer technischen Zeichnerin vom Zarenreich bis zum Ende der Sowjetunion

 

 

 

Tanja:

 

James R. Doty: „Der Neurochirurg, der sein Herz vergessen hatte“, USA 2016, deutsche Ausgabe Scorpio Verlag München 2017. Der Autor schildert in seiner Autobiographie seinen Weg von einer Begegnung mit einer Mentaltrainerin im Zauberladen bis zu den Höhen des beruflichen Erfolgs und einem Absturz, aus dem er gestärkt hervorgeht. Er war Professor für Neurochirurgie in der Uni Standford und leitet heute das Center for Compassion und Altruismus Research and Education (CCARE).

 

Tanja ist sehr angetan sowohl von den Übungsratschlägen im Buch als auch von den Erkenntnissen der Hirnforschung.

 

 

 

Moni:

 

Timur Vermes: „Er ist wieder da“, Deutsche Originalausgabe Eichborn-Verlag 2012. Adolf Hitler wacht auf einer Wiese im heutigen Berlin auf und ist auch nach 70 Jahren noch ganz der Alte. Ohne auf politische Korrektheit Rücksicht zu nehmen, verblüfft er alle, die ihm begegnen. Sehr witzig und schon vielfältig medial aufgegriffen.

 

 

 

Frau Zamann:

 

Eva Menasse: „Vienna“, Kiepenheuer & Witsch, 2005. Die Autorin schildert die Geschichte ihrer Familie mit jüdischen Wurzeln in Österreich.

 

Maria Benedict: „Frau Einstein“, Kiepenheuer & Witsch 2018. Die Geschichte der Milena Maric´, der ersten Ehefrau Albert Einsteins, die maßgeblich an seinen Forschungsarbeiten beteiligt war. Er hat den Ruhm eingeheimst, sie wurde mit finanzieller Kompensation bedacht und blieb bis heute eine Unbekannte.

 

Assaf Gavron: „Auf fremdem Land“, Roman btb,  1.Auflage 2015. Der Roman handelt vom Konflikt der Juden und Palästinenser in Israel aus jüdischer Sicht.

 

 

 

Ursula:

 

Federica de Cesco: „Der englische Liebhaber“, Europa Verlag, 1.Aufl. 2018. Der Roman erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die im zerbombten Münster des Jahres 1946 einen britischen Geheimdienstoffizier kennen und lieben lernt. Sie kommt nicht mehr von ihm los, obwohl er für 26 Jahre aus ihrem Leben verschwindet und ihr nur eine Tochter hinterläßt. Tanja hatte mit dieser großartigen Liebesschnulze bei Ursula einen Volltreffer gelandet.

 

Henry James: „Die Europäer“, Manesse-Verlag. Das schmale Bändchen des amerikanischen Literaten schildert den Besuch eines Geschwisterpaars aus dem deutschen Sprachraum, das in finanziell angespannter Situation um 1878 sein Heil bei der reichen amerikanischen Verwandtschaft sucht. Nicht alle finden ihr Glück. Witzige, zeitlose  Schilderung der einzelnen Charaktere.

 

Robert Menasse: „Die Hauptstadt“, Suhrkamp-Verlag 2017. Der Halbbruder der schon zitierten Eva Menasse hat einen mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman über Wesen und Unwesen der europäischen Hauptstadt Brüssel geschrieben, der einem die EU erklärt, aber nicht unbedingt  sympathisch nahe bringt.

 

 

 

 

 

Lieblingsbücher im Frauencafé vom 28.September 2017

1) Tanja hat „The Circle“ von Dave Eggers gelesen, der eine Google-artige Geschäftswelt schildert. Begeistern, beklemmend, 800 Seiten (KiWi-Verlag) die Tanja toll fand. Die gerade angelaufene Verfilmung fand Tanja dagegen zu flach und eindimensional. Also besser das Buch lesen als den Film gucken.

2) Tanja liebt das Kochbuch „1 Brühe - 100 Suppen“, Linda Doeser, Parragon-Verlag und empfiehlt es allen, die gern Suppen mögen.

3) Tanja hat noch etwas schön bebildertes Kulinarisches: "Die Stadt kocht - Das Berlin-Kochbuch“ von Florian Bolk und Eva-Maria Hilker, Le-Schicken-Verlag Berlin, 19,50 Euro

4) Und für die veganen Freunde empfiehlt Tanja von Nadine Horn und Jörg Mayer „Über 100 unkomplizierte Rezepte für jeden Tag - vegan kann jeder“, Neun Zehn-Verlag.

5) Ingeborg hat auch großes Gepäck dabei und empfiehlt als erstes Gabor Steingart, Herausgeber des Handelsblatts, „Weltbeben - Leben im Zeitalter der Überforderung“ (Knaus-Verlag), eine Betrachtung der aktuellen Situation der Gesellschaft. Steingarts Schlussfolgerung, dass man einander mehr Respekt entgegenbringen müsse, begeistert Ingeborg.

6) Ingeborg ist auf dem neuesten Stand und hat das gerade erschienene Buch von Ijoma Mangold, Literaturchef der ZEIT, gelesen: „Das deutsche Krokodil - Meine Geschichte“, Rowohlt-Verlag. Mangold hat seinen nigerianischen Vater erst spät kennengelernt - eine spannende und gut geschriebene Autobiographie.

7) „Heilen mit der Kraft der Natur“ von Prof. Dr. Andreas Michalsen, Insel-Verlag, hat Ingeborg mit MBSR in Kontakt gebracht - mindfulness based stress reduction. Sie hat gleich einen Kurs mitgemacht und erstaunt festgestellt, dass der Kursleiter schon lange ihr Nachbar ist. War trotzdem wunderbar und damit ist Ingeborg so relaxed, dass die nächste Empfehlung fast zwangsläufig ist:

8) „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ von Alexandra Reinwarft, mvg-Verlag, die gute Empfehlungen für Unabhängigkeit und Lockerheit gibt und damit Ingeborg aus dem Herzen spricht.

9) Moni hat dagegen das Kontrastprogramm, Tilmann Lahme „Die Manns - Geschichte einer Familie“ (S. Fischer Verlage). Der Dichterfürst und seine umfangreiche Familie, intellektuell, immer geldbedürftig, begabt und schwierig, zwischen Europa und Kalifornien hin- und hergerissen. Moni hat das Buch verschlungen und kann es nur empfehlen

10) Ursula hat ins englische Regal gegriffen und empfiehlt Jane Gardams Trilogie im Hanser-Verlag „Ein untadeliger Mann,“ „Eine treue Frau“ und „Letzte Freundschaften“. Es ist die Geschichte des Sir Edward Feathers, Anwalt der britischen Krone in HongKong und London. Die Romanfigur, seine Ehefrau, seine Freunde und Feinde sind fiktiv, geschildert von einer Autorin, die erst mit achtzig loslegte und ein bezauberndes Werk geschaffen hat. Das reine Lesevergnügen mit vielen Einblicken in die britische Seele und genialen Blicken auf die gleichen Personen in immer neuen überraschenden Perspektiven.